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Naturheilpraxis 03/2022

Ängste überwinden in unsicheren Zeiten

Angst ist eine Reaktion auf Gefahrenreize, die unsere körperliche und seelische Unversehrtheit und somit unser Überleben sichern soll. Heutzutage sind zwar die unmittelbaren Bedrohungen durch real existierende Fressfeinde geringer geworden – der Säbelzahntiger ist ausgestorben –, doch haben sich in unserer Wohlstandsgesellschaft neue Ängste herauskristallisiert, sei es die Angst vor Arbeitslosigkeit, Krankheit, dem Älterwerden, einem tödlichen Virus oder schlicht die Angst vor dem Unbekannten.

Ein Beitrag von Susanne Rothörl
Lesezeit: ca. 8 Minuten
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Als grundlegende evolutionsgeschichtlich herausgebildete Warn- und Schutzfunktion treiben Angst und Furcht zu einem adäquaten Verhalten an, um tatsächliche oder auch vermeintliche Gefahrensituationen zu vermeiden, die Schmerz, Verletzung und Tod zur Folge haben können. Angst hält uns davon ab, unverantwortliche Risiken einzugehen und mobilisiert zugleich enorme Kräfte. Ohne diesen Schutzmechanismus hätten sich unsere Vorfahren gegen Naturgewalten nicht behaupten und überleben können.

Die körperlichen Symptome der Angst bereiten das Individuum auf einen Kampf oder eine Flucht vor, fight or flight, gegebenenfalls auch auf ein Verharren in Erstarrung, um Gefahrenquellen auszuschalten oder ihnen zu entkommen. Die psychischen Symptome dienen erhöhter Wachheit, Aufmerksamkeit und Reaktionsbereitschaft. Ein Angstzustand ist gekennzeichnet durch Herzrasen, Schwitzen, Zittern, Schwindelgefühl, Mundtrockenheit, erhöhte Muskelanspannung, verbesserte Durchblutung der Skelettmuskulatur, flachere und schnellere Atmung, kalte und feuchte Hände, innere Unruhe, Unsicherheit, Nervosität, manchmal auch Übelkeit. Die Tätigkeit von Magen und Darm hingegen werden gehemmt.

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Naturheilpraxis 03/2022

Erschienen am 01. März 2022