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Naturheilpraxis 05/2022

Adipositas lässt Immunsystem entgleisen

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Eine kalorien- und fettreiche Ernährung lässt das weiße Fettgewebe, auch Viszeralfett genannt, anwachsen, das sich im ganzen Körper und zwischen den Organen anlagert. Damit wächst das Risiko für gesundheitliche Probleme. Laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) gelten heute bereits knapp 60 % der Deutschen als übergewichtig, 25 % sogar als adipös. Folgeerkrankungen sind Diabetes, Arteriosklerose und Herzinfarkte. Gesundheitlich problematisch an der Zunahme des Viszeralfetts ist eine damit einhergehende zunehmende Entzündungsantwort im ganzen Körper. Denn gerade hier ordnen sich Immunzellen in lymphoiden Strukturen an, die Immunantworten einleiten und den Stoffwechsel entgleisen lassen können. Laut einem Forscherteam der LMU, das die molekularen Prozesse im Organismus untersuchte, spielt dabei die Ernährung eine entscheidende Rolle: „Bereits nach drei Wochen fettreicher, hochkalorischer Diät verändern sich die molekularen Prozesse im Organismus, die das Immunsystem und den Stoffwechsel steuern“, erklärt Dr. Susanne Stutte vom Biomedizinischen Centrum, und Erstautorin der Studie. In ihrer Arbeit konnten die Forscher neue molekulare Zusammenhänge entschlüsseln und zeigen, dass mit dem steigenden Fettanteil auch die immunologischen Prozesse aus dem Lot geraten und ein metabolisches Syndrom entsteht. Ließe sich die Einwanderung der Immunzellen ins Bauchfett verhindern, könnten auch Folgeerkrankungen vermieden werden.

Quelle

Bionity. n.rpv.media/4po

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Naturheilpraxis 05/2022

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Erschienen am 03. Mai 2022