Fachforum
Naturheilpraxis 03/2020

ADHS ohne Nebenwirkungen behandeln

ADHS (Aufmerksamkeits-Defizit-Hyperaktivitäts-Störung), das sogenannte Aufmerksamkeitsdefizit, ist eine psychische Auffälligkeit, die bereits im Kindesalter beginnt. Weitere Namen sind hyperkinetisches Syndrom (HKS) oder Zappelphilipp-Syndrom. Dabei handelt es sich nicht um eine Krankheit, die man eindeutig nachweisen kann, sondern um eine Störung, die im Alltag zur Beeinträchtigung führen kann, durch Symptome wie Hyperaktivität, Impulsivität und Unaufmerksamkeit.

Ein Beitrag von Nathalie Schmidt und Dr. med. Edmund Schmidt
Lesezeit: ca. 8 Minuten
michaket / shutterstock.com

Die Ausprägung und Gewichtung der Auffälligkeiten von ADHS-Betroffenen sind dabei sehr unterschiedlich. Ein Teil des Problems sind auch unsere modernen Erwartungen an die Kinder bezüglich Pünktlichkeit, Selbstdisziplin, Stillsitzen und Tischmanieren. Schon der kindliche Zeitplan ist oft eng getaktet, und es bleibt wenig Raum für freies Spielen. Eine weitere Rolle spielen die vielen technischen Errungenschaften wie Smartphones, Social Media, Spielekonsolen, PC-Spiele und das Internet. Viele Kinder verbringen ihre Freizeit sitzend im Haus, statt sich draußen im Freien bei Spiel und Sport körperlich abzureagieren. Die Reizüberflutung durch die elektronischen Geräte überfordert das Gehirn und kann im Extremfall epileptische Anfälle auslösen.

Anstrengendes Kind = ADHS-Kind?

So gesehen werden viele Kinder als ADHS-Patienten abgestempelt, die einfach nur temperamentvoller oder neugieriger sind als andere oder deren Gehirn durch elektronische Medien massiv überlastet ist. Diese Kinder können ihre Eltern, Geschwister, Familie, Nachbarn, Mitschüler und Lehrer permanent durch ihr unangepasstes Verhalten herausfordern. Eckt ein Kind permanent bei anderen an und wird in seinem Leistungsbereich und im Sozialen so beeinträchtigt, dass es darunter leidet oder mit psychischen Störungen (Sucht, Depressionen und Aggressivität) reagiert, dann benötigt es natürlich Hilfe. Allerdings wird oft zu schnell zu Medikamenten gegriffen, die den Menschen sehr in seiner Persönlichkeit beeinträchtigen und massive Nebenwirkungen aufweisen – statt erst einmal die Lebensumstände zu ändern und natürliche Therapeutika auszuprobieren. Die üblicherweise zum Einsatz kommenden Medikamente wirken zentral dämpfend und besetzen dieselben Rezeptoren im Gehirn wie die Droge Kokain. Ein langfristiger Einsatz ist oft mit schwerwiegenden Nebenwirkungen und Abhängigkeit verbunden. Insofern lohnt es sich, zuerst einmal über alternative Behandlungsmethoden auf natürlicher Basis nachzudenken.

Lesen Sie den vollen Artikel in

Naturheilpraxis 03/2020

Erschienen am 02. März 2020