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Naturheilpraxis 09/2022

Adaptogene Tinkturen bei Energiemangel & Müdigkeit

Energiemangel und Müdigkeit können viele Ursachen haben. Sowohl physische als auch psychische Erkrankungen können Auslöser dafür sein. Diese wiederum können altersbedingt oder hormonell verursacht oder sogar jahreszeitlich bedingt auftreten wie beim "Herbst-Blues", der Winterdepression oder der Frühjahrsmüdigkeit. In diesem Artikel sollen Heilkräuter vorgestellt werden, welche aufbauend, energiespendend und kräftigend wirken. Sie können symptomatisch bei allen Formen von Müdigkeit und Energiemangel eingesetzt werden.

Ein Beitrag von Tobias Müller
Lesezeit: ca. 8 Minuten
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Bei der Behandlung von Energiemangel und Müdigkeit kommen in der Phytotherapie vor allem Pflanzen aus der Gruppe der Adaptogene zum Einsatz. Adaptogene (von engl.: to adapt, sich anpassen) sind medizinisch wirksame Substanzen, die den Organismus in die Lage versetzen, Stressoren besser abwehren und Belastungssituationen bewältigen zu können. Adaptogene Heilkräuter sollen die Widerstandskraft gegen chemische, physikalische oder psychogen schädigende Faktoren erhöhen und dem Körper wie der Seele helfen, sich an diese Faktoren anzupassen, sich darauf einzustellen.

Adaptogene wirken vermutlich über die Aktivierung endokriner Funktionen der Hypothalamus-Hypophysen-Nebennieren-Achse. Katecholamine, Sexualhormone und Kortikoide scheinen hierbei eine bedeutende Rolle zu spielen. Mehrere Studien zeigen, dass Substanzen wie Kortisol, Stickstoffmonoxid, Stress-aktivierte Proteinkinase und Transkriptionsfaktoren durch sogenannte adaptogene Teedrogen (= getrocknete Heilkräuter) positiv beeinflusst werden. Als Adaptogene werden u. a. Ginseng- und Taigawurzel sowie die Rosenwurz eingesetzt. Diese verbessern das körperliche Leistungsvermögen, das Koordinationsvermögen und die mentalen Funktionen (1).

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