„Blut ist ein ganz besondrer Saft“, sagt Mephisto und drängt Faust, den Vertrag, mit dessen Wirksamkeit er seine Seele verkauft, mit einem Tröpfchen Blut zu unterzeichnen. Mit jenem Körpersaft, der feucht und warm für das Luft-Element, das sanguinische Temperament und den Riesenplaneten Jupiter steht. Im Blut ist das Leben schlechthin.

„Ich kann ein jedes Blut mit Ruhe fließen sehen, nur bloß das meinig nicht!“ Mit dieser Haltung ist Baron Ochs auf Lerchenau im Strauss’schen bzw. von Hofmannsthal’schen Rosenkavalier gewiss nicht allein. Schließlich gilt es unwidersprochen als eine der Urerfahrungen des Menschlichen, dass Blutverlust gleichbedeutend ist mit Verlust von Lebenskraft und letztendlich sogar Leben. 

Ebenfalls zu den Urerfahrungen kann man es rechnen, dass ein regelmäßig auftretender Blutverlust beim weiblichen Geschlecht, wenn er sich nicht als Hypermenorrhö im Übermaß vollzieht, der Blutmauserung, der Jung-Erhaltung des Lebenssaftes dient und ohne Übertreibung als monatliche Reinigung bezeichnet wird.