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02. Dezember 2022

Knie-Arthrose nach Kortikosteroid-Behandlung schlimmer

Zwei Studien bringen neue Erkenntnisse

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Die Ergebnisse zweier amerikanischer Studien legen den Schluss nahe, dass Kortikosteroid-Spritzen eine Knie-Arthrose verschlimmern. In der ersten Studie der Universität von Kalifornien in San Francisco an der 210 Menschen mit Knie-Arthrose teilnahmen, erhielten 44 eine Kortikosteroid-Injektion, 26 ein Hyaluronsäure-Spritze und 140 keine Injektion. Die Teilnehmer wurden dazu zwei Jahre vor der Injektion, zum Zeitpunkt der Injektion sowie zwei Jahre danach mit Magnetresonanztomographie untersucht. Fazit dieser Studie: Die Injektion eines Kortikosteroids im lateralen Meniskus, im lateralen Knorpel und im medialen Knorpel führte zu einem signifikant stärkeren Fortschreiten der Arthrose. „Unsere Ergebnisse zeigen eindeutig, dass Kortikosteroide bis zu zwei Jahre nach der Injektion mit einem deutlichen Fortschreiten der Kniearthrose verbunden sind und mit Vorsicht verabreicht werden müssen“, wird Dr. Upasana Upadhyay Bharadwaj von der Universität von Kalifornien. Bei der Injektion von Hyaluronsäure wurde das Fortschreiten der Krankheit vor allem bei Knochenmarksläsionen hingegen reduziert.

Die zweite Studie der Rosalind Franklin University of Medicine and Science in Chicago verabreichte 50 Teilnehmern eine Kortikosteroid-Injektion, 50 eine Hyaluronsäure-Injektion und 50 keine Spritze. Mittels Röntgenuntersuchung wurden die Teilnehmer zu Beginn der Studie sowie zwei Jahre später kontrolliert. Nach Kortikoid-Injektion schritt die Arthrose, im Vergleich zur Behandlung mit einer Hyaluronsäure-Injektion oder auch gar keiner Behandlung, deutlich fort. Auch wurde häufiger eine Verengung des medialen Gelenkspalts beobachtet.

Quelle: ÄrzteZeitung