Anzeige · News
14. Juni 2022

Schuppenflechte: Welche Hautpflege hilft?

Die Schuppenflechte oder auch Psoriasis ist eine entzündliche Erkrankung, die schuppende, gerötete und mitunter stark juckende Stellen auf der Haut verursacht, seltener sind auch die Nägel oder die Gelenke betroffen.

Lesezeit: ca. 3 Minuten
zatvornik / shutterstock.com

Psoriasis verläuft chronisch, in Schüben und in unterschiedlichen Ausprägungen. Tritt die Schuppenflechte an sichtbaren Hautstellen auf, kann sie auch psychisch sehr belastend sein.
Wirklich heilbar ist Psoriasis bislang nicht, es gibt aber verschiedene wirksame Behandlungsmethoden. Die Mechanismen und Prozesse, die hinter der Erkrankung stecken, sind komplex. Ein wichtiger Teil einer erfolgreichen Behandlung besteht deshalb darin, den Ursachen von Psoriasis auf den Grund zu gehen.
Im täglichen Leben kann die richtige Hautpflege Linderung verschaffen. Dabei sind viele natürliche Hausmittel oft hilfreich.

Pflegende Öle
Schuppende, juckende oder sogar entzündete Haut braucht viel Pflege. Das Eincremen ist also wichtig. Wer an Schuppenflechte leidet, sollte dabei künstliche Zusatzstoffe in Pflegeprodukten, wie etwa Parfum, meiden. Verschiedene natürliche Öle können durch ihre wertvollen Inhaltsstoffe hingegen unterstützend wirken. Sie können zum Einreiben genutzt oder als Badezusatz verwendet werden. Als vorteilhaft bei Psoriasis gelten beispielsweise Mandelöl, Jojobaöl, Nachtkerzenöl, Hanföl und Schwarzkümmelöl. Auch Sheabutter eignet sich zum Eincremen. Ist die Kopfhaut betroffen, sind Behandlungen mit Kokosöl oder Olivenöl sinnvoll. Sie wirken gleichzeitig pflegend auf das Haar.

Meersalz
Ein Aufenthalt am Meer bringt vielen Psoriasis-Patienten Besserung. Das liegt am Salzgehalt von Wasser und Luft. Nicht nur bei vielen Hauterkrankungen hat Meersalz eine positive Wirkung. Und die kann man sich auch nach Hause holen. Insbesondere das stark mineralische Salz des Toten Meeres findet sich als Zusatz in verschiedenen Naturkosmetika und ist auch pur als Badezusatz erhältlich.
Damit die natürliche Schutzschicht der Haut nicht leidet, sollten Meersalzbäder nicht zu oft und nicht zu lange genossen werden. Außerdem sollte die Wassertemperatur nicht über 35 Grad liegen. Nach dem Bad ist Eincremen oder Einölen wichtig. Wer besonders an Händen oder Nägeln von der Psoriasis geplagt wird, kann entsprechende Handbäder in lauwarmem Wasser durchführen.

Kühlung
Starker Juckreiz ist eine der unangenehmsten Begleiterscheinungen der Schuppenflechte. Das Kratzen verschlechtert den Zustand der Haut dann nur noch mehr. Kühlung kann den Juckreiz mindern.
Feuchte Umschläge bieten eine Möglichkeit dazu. Viele Betroffene schwören dabei auf verdünnten Apfelessig oder gekühlten Schwarzen Tee.
Auch Kühlkompressen können verwendet werden. Sie sollten in weiche Tücher gewickelt werden, um einen zu intensiven Kältereiz zu verhindern und die Haut vor zusätzlicher Irritation zu schützen. Kühlung kann auch bei Gelenkentzündungen lindernd wirken, die manchmal in Verbindung mit Psoriasis auftreten.
Ein milder Kühlungseffekt lässt sich außerdem durch ein entsprechendes Raumklima erzeugen. Dazu wird die Heizung herunterreguliert und die Luftfeuchtigkeit erhöht (z.B. durch Luftbefeuchter). Insbesondere im Schlafzimmer kann das sinnvoll sein. Dabei ist allerdings gutes Lüften wichtig, damit es nicht zu Schimmelbildung in entsprechenden Räumen kommt.

Entspannung und Achtsamkeit
Hautpflege kommt nicht immer nur von außen. Medizinische Erkenntnisse zeigen, dass Faktoren wie Stress und psychische Belastungen deutlichen Einfluss auf die Haut und speziell auch auf die Beschwerden von Psoriasis-Patienten haben können. Wer für Erholung und Ausgleich sorgt, hilft also auch der gestressten Haut. Regelmäßige Ruhezeiten im Alltag sind wichtig. Und auch gezielte Übungen wie Meditation, Yoga, autogenes Training oder progressive Muskelentspannung sind nicht nur für viele Psoriasis-Patienten wohltuend.

ducray.com