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25. Mai 2022

Endometriose und Migräne

Eine neue Studie weist auf direkten Zusammenhang hin.

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Bei Endometriose befindet sich versprengtes Gewebe der Gebärmutterschleimhaut außerhalb des Uterus und haftet an Bändern und Organen in der Bauchhöhle an. Dies kann zu schmerzhaften Entzündungen und auch Blutungen führen. Rund 5 % aller Frauen im gebärfähigen Alter leiden unter einer solchen Endometriose. Bis zu 19 % davon leiden auch unter Migräne. Immer mehr Studien weisen auf einen direkten Zusammenhang zwischen Migräne und Endometriose hin. Wie das genau zusammenhängt, ist jedoch noch unbekannt. In einer Studie untersuchte das Team um den Gynäkologen Simone Ferraro von der Universität Genua nun 133 Frauen mit Endometriose und 166 Kontrollpersonen mit Kopfschmerzen unterschiedlicher Art. Die Studie differenzierte erstmals verschiedene Arten von Kopfschmerzen. Dabei ergab sich, dass 38 % der Frauen mit Endometriose unter Migräne litten, während es in der Kontrollgruppe nur 15 % waren. „Die Studie könnte uns helfen, die Pathophysiologie der Migräne zu verstehen“, kommentiert die Direktorin der Londoner Migräne-Klinik Anne MacGregor und hält einen genetischen Faktor in Zusammenhang mit der Regulierung der Stickstoffoxide für möglich, da diese auf die Blutgefäße wirken und in endometrischen Läsionen produziert werden.

Quelle: Deutsche Apotheker Zeitung