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20. April 2022

Lactat hemmt Lymphknoten

So beeinflusst ein Tumor den Wächterlymphknoten bevor er ihn befällt.

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Für Teilung und Wachstum brauchen Krebszellen vor allem Glukose und Glutamin. Bei der Glykolyse schütten Tumore Milchsäure aus. Diese reprogrammiert jedoch Lymphknoten, blockiert die Immunabwehr und fördert so sogar die Metastasierung. Angela Riedel, Juniorgruppenleiterin am Mildred-Scheel-Nachwuchszentrum Würzburg hat den Fokus ihrer Forschungen auf metastatisches Gewebe gesetzt: „Es gibt hier viele Studien zum Primärtumor, ich habe hingegen ein metastatisches Gewebe untersucht. Mein Interessensgebiet ist der tumor-drainierende Lymphknoten, welcher sehr dicht am Tumor liegt und daher stark beeinflusst wird“, erklärt Angela Riedel. Als Wächterlymphknoten filtert der dem Tumor am nächsten liegende Lymphknoten die ausgeschüttete Flüssigkeit und sollte gemäß seiner Funktion sogenannte T-Zellen aktivieren, die den Tumor bekämpfen. Stattdessen wird das Filtersystem des Lymphknotens blockiert, denn die Milchsäure verändert das Stroma, das dem Lymphknoten Struktur gibt, ihn koordiniert und den Kontakt zwischen dentritischen Zellen und T-Zellen herstellt. Da gerade ein Übermaß an Fett und Zucker zum Beispiel Brustkrebs und Metastasierung fördern, betont Riedel in diesem Zusammenhang die Bedeutung der Ernährung: „Grundsätzlich geht es darum, dem Tumor das Futter wegzunehmen.“

Quelle: idw – Informationsdienst Wissenschaft

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