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05. April 2022

Diabetes erhöht das Frakturrisiko

Deshalb sollte die Knochendichte bei Diabetes genau untersucht werden.

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Erhöhte Insulinspiegel bzw. Insulinresistenz wirken sich negativ auf die Knochendichte aus. Hierfür geben höhere Werte im HOMA-IR-Index einen Anhaltspunkt. Bei Menschen mit Diabetes erhöhen krankheitsspezifische Risikofaktoren die Gefahr von Knochenbrüchen. Vorsicht ist gerade bei langer Diabetesdauer, ungünstiger Stoffwechsellage, Insulintherapie oder Diabetesspätschäden geboten. Dies gilt für Ty-2-Diabetes ebenso wie für Typ-1-Diabetes. So liegt das Risiko für Hüftbrüche bei Typ-2-Diabetes um 30% höher, bei Typ-1-Diabetes ist es sogar fünfmal höher als bei stoffwechselgesunden Menschen. Laut Dr. Kim Loh vom St. Vincent’s Institute of Medical Research in Melbourne beeinflusst einerseits der Glukosestoffwechsel die Knochensubstanz, andererseits scheint es im Knochen glukoregulatorische Aktivität zu geben. „Knochen fungieren als endokrines Organ, das den Glukosestoffwechsel auf verschiedene Arten beeinflusst.“ In den Knochen werden die Hormone Osteocalcin und Lipocalin-2 gebildet, die, wie man aus Mausmodellen weiß, beide die Glukoseausschüttung der Leber hemmen. Darüber hinaus wird in den Knochen auch Sclerostin gebildet. Hohe Sclerotoninspiegel gehen mit einer verringerten Insulinempfindlichkeit und geringeren Glukoseaufnahme in den Muskel einher.

Quelle: Medical Tribune

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