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31. März 2022

Mikroplastik im Blut

Kunststoff ist nicht nur ein großes Umweltproblem, sondern findet sich auch in unserem Körper.

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SannePhoto / shutterstock.com

Ein Forscherteam unter der Leitung der Ökotoxikologin Heather Leslie und der analytischen Chemikerin Marja Lamoree von der Vrije Universiteit Amsterdam and Deltares und dem Amsterdam UMC, hat erstmals nachgewiesen, dass kleinste Plastikpartikel aus unserer Umwelt bis in unsere Blutbahn gelangen. Sie entwickelten eine Analysemethode für Mikro- und Nanoplastikpartikel im menschlichen Blut. Dafür wurde Blut von 22 anonymen Spendern auf das Vorhandensein von fünf verschiedenen Polymeren, den Grundbausteinen von Kunststoffen, untersucht. Hierbei konnte erstmals nachgewiesen werden, dass Kunststoffpartikel in die menschliche Blutbahn gelangen und zudem noch in welchem Umfang. Drei Viertel der Probanden schienen davon betroffen. Zu den häufigsten Kunststoffarten zählten Polyethylenterephthalat (PET), Polyethylen und Polymere von Styrol. „Dieser Datensatz ist der erste seiner Art und muss erweitert werden, um Erkenntnisse darüber zu gewinnen, wie weit verbreitet die Plastikverschmutzung im Körper des Menschen ist und wie schädlich sie sein kann. Mit diesen Erkenntnissen können wir feststellen, ob die Exposition gegenüber Plastikpartikeln eine Gefahr für die öffentliche Gesundheit darstellt“, so Marja Lamoree.

Quelle: Bionity

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