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23. März 2022

Stress und Fettleibigkeit

Eine neue wissenschaftliche Studie belegt, dass sich Stress und starkes Übergewicht bedingen.

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Fuss Sergey / shutterstock.com

Forscher wissen schon länger, dass das Protein FKBP51 im Zusammenhang mit Depressionen und Angststörungen steht, denn es ist an der Regulierung unseres Stresssystems beteiligt. Doch nun haben Forscher des Max-Planck-Instituts für Psychiatrie (MPI) und des Universitätsklinikums Bonn (UKB) eine überraschende Funktion entdeckt: eben dieses Protein hat auch Auswirkungen auf unser zelleigenes Recyclingprogramm und Fettleibigkeit. Protein FKBP51 dient als molekulares Bindeglied zwischen dem Stress-Regulationssystem und Stoffwechselvorgängen im Körper und wird in diesem Zusammenhang mit Autophagie, der zellulären Müllabfuhr in Verbindung gebracht. „Autophagie ist das Recyclingprogramm der Zelle, um alte oder beschädigte Proteine zu beseitigen. Es kann dadurch Alterungsprozessen entgegenwirken und – wie wir jetzt zeigen konnten – Fettleibigkeit verringern“, erklärt Nils Gassen, Leiter der Forschungsgruppe Neurohomöostase am UKB, einer der Projektleiter. Dies eröffne eine Reihe von neuen Interventionsmöglichkeiten, von der pharmakologischen Manipulation des FKBP51-Proteins bis hin zu Autophagie-induzierenden Fastenkuren oder Sportprogrammen. Durch einen aktiven Lebensstil und gesunde Ernährung kann jeder Einzelne seine Autophagie allerdings selbst schon positiv beeinflussen.

Quelle: Bionity

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