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25. Februar 2022

Zwei Apps, die bei Tinnitus helfen

Dauerhafte Ohrgeräusche können sehr belastend sein. Beim Weghören und Entspannen helfen jetzt zwei Apps.

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Syda Productions / shutterstock.com

Über fünf Stufen mit jeweils neun Etappen lenkt die Tinnitus-App Kalmeda der Firma Mynoise den Fokus vom permanenten Ohrgeräusch weg und richtet die Aufmerksamkeit stattdessen auf positive Dinge. Nach einer ausführlichen Anamnese liefert die App Entspannungsübungen, geführte Meditationen, Bilder, Hintergrundmusik sowie hilfreiche Informationen. Zu großem Eifer beugt eine eingebaute Zeitschranke vor. So liegt die Bearbeitungszeit der Etappen zwischen drei und sieben Tagen und kann nicht verkürzt werden. Vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) ist Kalmeda in das DiGA-Verzeichnis aufgenommen und wird von allen Krankenkassen auf Rezept gezahlt.

Auch die App „Sinnitrack“ von Sonormed bietet Therapieoptionen in zwei verschiedenen, freizuschaltenden Versionen. Die Basis-Therapie klärt Betroffene auf und schult den Umgang mit dem Tinnitus. Per Tailor-Made Notched Music Training (TMNMT) welches die subjektiv empfundene Lautstärke des Tinnitus reduzieren soll, liefert die Neuro-Therapie-Version der App gefilterte, auf den Tinnitus zugeschnittene Musik. Diese beruhigt die für den Tinnitus verantwortlichen überaktiven Nervenzellen im Hörzentrum des Gehirns. Dafür kann sogar die Lieblingsmusik auf dem Smartphone entsprechend der vom HNO-Arzt bestimmten Tinnitus-Frequenz modifiziert werden. Sinnitrack ist allerdings noch nicht für alle Kassenpatienten verordnungsfähig.

Quelle: Pharmazeutische Zeitung

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