Aktuelle Studie deutet auf einen reduzierten Coenzym Q10-Status bei Post-COVID-Patienten hin.

Nach der Therapie einer akuten COVID-19 können einige Symptome wie z. B. Fatigue, Kopf-, Muskel- und Gelenkschmerzen, Husten, Geruchs- und Geschmacksverlust, Schlaf- und Gedächtnisstörungen sowie Depressionen mehrere Wochen lang andauern. Viele Viren beeinflussen die Funktion der Mitochondrien, aber die genauen Mechanismen der SARS-CoV-2-Wirkung sind noch unklar.

Slowakische Wissenschaftler überprüften die Hypothese, dass SARS-CoV-2 die mitochondriale Energieproduktion und endogene CoQ10-Biosynthese beeinträchtigt. Für ihre Arbeit rekrutierten sie 10 Patienten nach einer akuten COVID-19 und 15 gesunde Personen. Die Forscher isolierten aus dem peripheren Blut der Probanden Thrombozyten, die als leicht zugängliche Mitochondrien-Quelle dienten. Es zeigte sich, dass bei den Patienten nach einer akuten COVID-19 die Funktion der mitochondrialen Atmungskette, die oxidative Phosphorylierung und die endogenen CoQ10-Konzentrationen reduziert waren. Die Studienautoren vermuten, dass bei den Betroffenen ein verringerter Spiegel an endogenem CoQ10 den Elektronentransfer in der Atmungskette teilweise blockieren kann, was zu einer verminderten ATP-Produktion führt. Eine zielgerichtete mitochondriale Therapie mit einer CoQ10-Supplementierung und eine Reha bzw. Kur kann die mitochondriale Gesundheit verbessern und die Genesung der Patienten nach einer COVID-19 beschleunigen. Die mitochondriale Funktion der Thrombozyten und der CoQ10-Gehalt können als nützliche Biomarker für die mitochondriale Gesundheit nach einer SARS-CoV-2-Infektion fungieren (1).
[Autorin: Heike Lück-Knobloch]

Originalstudie:
(1)  Sumbalova Z, Kucharska J, Palacka P et al. Platelet mitochondrial function and endogenous coenzyme Q10 levels are reduced in patients after COVID-19. Bratisl Lek Listy. 2022;123(1):9-15.

Quelle: Pharma Nord GmbH

 

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