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27. Dezember 2021

Bei Prädiabetes lohnt eine Änderung des Lebensstils

Mehr Bewegung und eine gesunde Ernährung können vielen Menschen mit Prädiabetes helfen, ihre Blutzuckerwerte wieder zu normalisieren. Eine Erkrankung an Typ-2-Diabetes kann so vermieden oder über Jahre hinausgezögert werden. Dies sind Ergebnisse der Prädiabetes-Lebensstil-Interventions-Studie (PLIS) des Deutschen Zentrum für Diabetesforschung (DZD).

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lzf / shutterstock.com

Die Lebensstilintervention (LI) dauerte 12 Monate. Es nahmen 1105 Menschen mit Prädiabetes teil, die in zwei Gruppen aufgeteilt wurden: Probanden mit einem hohen und einem niedrigen Risikoprofil. Kriterien waren die Insulinsekretion, Insulinsensitivität und der Grad der Leberverfettung.

Bei den Probanden mit hohem Risikoprofil zeigte sich, dass viel auch viel hilft. Bei einer intensiveren Intervention, das heißt doppelt so viel Bewegung wie in der herkömmlichen Interventionsgruppe, konnten Menschen mit hohem Risikoprofil den Blutzuckerwert verbessern und das Fett in der Leber bis in den Normalbereich reduzieren. Bei der herkömmlichen Intervention (halb so viel Bewegung) waren die Ergebnisse schlechter.
Bei Personen mit einem niedrigen Risikoprofil normalisierte sich die Glukosetoleranz eher als bei Personen einer Kontrollgruppe.

„Unsere Studienergebnisse zeigen, dass eine individualisierte, auf dem Risikophänotyp basierende LI für die Diabetesprävention vorteilhaft ist“, stellt Studienleiter Prof. Andreas Fritsche fest. „Für eine erfolgreiche Prävention müssen wir zukünftig die Hochrisikopatienten identifizieren und eine intensivierte Lebensstilintervention auf diese konzentrieren.“

Quelle: idw – Informationsdienst Wissenschaft

Originalpublikation: Fritsche, A. et al: Different effects of lifestyle intervention in high- and low-risk prediabetes. Diabetes 2021

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