Die Influenza-Grippe fand im vergangenen Winter wenige Opfer. Die Zahl der registrierten Fälle fiel in Deutschland von über 186 000 im Winter 2019/2020 auf unglaubliche 564 Fälle letzten Winter.

Der Ausfall der Grippe-Saison wurde weltweit beobachtet, es gab laut WHO 99 Prozent weniger registrierte Erkrankungen.

Forscher fürchten, dass diesen Winter, neben den Coronainfektionen auch die Grippe deutlich verstärkt auftreten könnte. Schließlich hatte kaum jemand Kontakt mit Influenza-Erregern und so fehlt auch der Immunschutz nach durchgemachten Infektionen. Dazu kommt, dass möglicherweise die Grippeimpfung nur einen geringeren Schutz als sonst bieten könnte, denn durch den nahezu kompletten Ausfall der Grippesaison letzten Winter ist die Datenbasis zu den Erregertypen geringer.
Risikogruppen können sich auch gleichzeitig gegen Corona und Grippe impfen lassen. Ein zeitlicher Abstand der Corona-Impfung zur Grippe-Vakzinierung oder anderen Totimpfstoffen ist jetzt nicht mehr nötig.

Die Coronamaßnahmen bleiben nicht ohne Auswirkungen auch auf andere Krankheitserreger. Ständiges Masketragen – besonders bei Kindern –, Abstandsregeln und Kontaktbeschränkungen zeigen eben auch negative Auswirkungen. Kleinkinder konnten ihr Immunsystem im vergangenen Jahr nicht ausreichend entwickeln und entsprechend ist bereits die Zahl an hospitalisierten Kleinkindern, die sich mit dem Respiratorischen Syncytial-Virus (RSV) infiziert haben, überdurchschnittlich hoch.

Quelle

Pharmazeutische Zeitung. n.rpv.media/43r

 

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