Bei Mäusen hat das Chemotherapeutikum Cyclophosphamid dazu geführt, dass Brustkrebszellen leichter im Lungengewebe Metastasen ansiedeln konnten.

Verschiedene Faktoren haben einen Einfluss darauf, wie stark ein Tumor streut. Stress, Ernährung, Medikamente und die Reaktionslage des Immunsystems spielen eine Rolle, vor allem aber der Krebstyp.

US-Forscher der Ohio State University konnten in einer Studie mit Mäusen nun zeigen, dass das Chemotherapeutikum Cyclophosphamid, ein gegen Brustkrebs eingesetztes Mittel, bei den Tieren dazu führte, dass Brustkrebszellen leichter aus dem Blut ins Lungengewebe eindringen und sich dort als Metastasen ansiedeln konnten.

Die Chemotherapie konnte die Beschaffenheit der Blutgefäßwände offenbar so beeinflussen, dass Krebszellen über geschwächte Tight Junctions in den Gefäßwänden in das Lungengewebe eindringen konnten. Außerdem veränderte das Chemotherapeutikum die Basalmembran derart, dass Krebszellen dort leichter andocken konnten.

Der beschriebene Effekt betrifft das Chemotherapeutikum Cyclophosphamid. Ob möglicherweise auch anderen Chemotherapeutika betroffen sind, kann nicht ausgeschlossen werden. Die gute Nachricht: Es existieren bereits Hemmstoffe, die die schädlichen Effekte von Cyclophosphamid verringern.

Quelle: Scinexx.

 

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