Kurz- oder Langschläfer, Schicht- oder Tagarbeiter – die Schlafgewohnheiten sowie Arbeitszeiten von Menschen haben einen Einfluss auf das Erkältungs- und Bronchitisrisiko.

[jg] Dass die Nachtruhe einen entscheidenden Einfluss auf das Immunsystem hat, ist bekannt. Eine US-amerikanische Studie hat den konkreten Einfluss von Schlafdauer und Arbeitszeiten auf das Erkältungs- und Bronchitisrisiko von Erwachsenen untersucht.

Von über 59 200 Personen, die am National Interview Survey von 2010 und 2015 teilgenommen hatten, wurden Angaben zu Schlafgewohnheiten, Arbeitszeiten, Erkältungskrankheiten und Bronchitiden analysiert. Als Kontrollgrupp dienten Personen mit einer Schlafdauer von sieben bis acht Stunden täglich und regelmäßigen Arbeitszeiten am Tag.

Kurz- und Langschläfer im Nachteil

Das adjustierte Risiko für Erkältungen und Bronchitiden war in der Gruppe der ausgeprägten Kurzschläfer, die maximal fünf Stunden täglich schliefen, um 44 % höher als in der Kontrollgruppe. Bei einer täglich Schlafdauer um die sechs Stunden war das Risiko um 20 % erhöht. Auch Langschläfer, die täglich neun Stunden oder mehr schliefen, hatten ein 20 % höheres Erkältungs- und Bronchitisrisiko.

Schichtarbeit erhöht Infektionsrisiko

Wechselnde Arbeitszeiten bzw. Schichtarbeit wirkten sich ebenfalls auf das Infektionsrisiko aus und erhöhten es um 20 %. Regelmäßige Abend- oder Nachtarbeit hatte hingegen keinen negativen Einfluss.

Quellen: Springer Medizin, Originalstudie von Prather AA, Carroll JE (in Sleep Health 2021)

 

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