Fettreiche Ernährung kann über Entzündungssignale die Regeneration von Haarfollikeln blockieren und so zum Verlust der Follikel führen.

[jg] Ein Grund für Haarausfall ist eine zurückgehende Anzahl an Haarfollikel-Stammzellen (HFSCs). Diese erneuern sich in jedem Haarfollikelzyklus selbst. Können sie sich nicht mehr selbst regenerieren, geht die Anzahl an HFSCs zurück und das Haar wird dünner. Einer der Gründe dafür, dass sich HFSCs nicht mehr erneuern können, ist der menschliche und zelluläre Alterungsprozess. Jedoch können auch andere Faktoren eine Rolle spielen. Beispielsweise ist bekannt, dass bei Adipositas ein höheres Risiko für androgene Alopezie besteht.

Entzündungssignale blockieren Regeneration

Japanische Forscher haben im Tiermodell nachgewiesen, dass dies nicht nur für Fettleibigkeit gilt, sondern auch für fettreiche Ernährung. Zudem konnten sie den Mechanismus dahinter entschlüsseln: Durch fettreiche Ernährung bzw. Adipositas werden Entzündungssignale induziert, welche die Regeneration der HFSCs blockieren. Dadurch kommt es zu einem fortschreitenden Verlust an HFSCs.

Schnellerer Haarausfall, kleinere Follikel und weniger Haarfollikel-Stammzellen

Im Mausmodell kam es durch fettreiche Ernährung zu schnellerem Haarausfall, die Haarfollikel wurden kleiner und die Anzahl an HFSCs wurde dezimiert. Die Forschenden konnten beobachten, dass die HFSCs im Zuge der fettreichen Ernährung erhöhten oxidativen Stress aufwiesen und teilweise abstarben; sich teils aber auch in talgabsondernde Korneozyten oder Sebozyten der Hautoberfläche verwandelten.

Humanstudien müssen diese Erkenntnis noch bestätigen.

Quellen: Bionity.com, Originalstudie von Morinaga H et al. (in Nature 2021)

 

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