Das eintägige Grundlagenseminar fand am 4. September 2021 mit der promovierten Biologin und Heilpraktikerin Edith Göttsche im komfortablen Novotel-Hotel in Karlsruhe statt.

Dr. Edith Göttsche ist Leiterin des Instituts für Augendiagnose, eine Nachfolgeorganisation des Uslarer Kreises, dessen Bedeutung eng mit den Augendiagnostikern Kabisch (Gründer), Rehwinkel, Wenske und Eberhard verbunden ist.

Mit von der Partie, die Firma Kattwiga Arzneimittel GmbH aus Nordhorn, als Hauptsponsor vertreten durch den Geschäftsführer Christian Zittlau, und die Dronania Pharmaceuticals GmbH aus Bad Wörishofen, die das neuartige homöopathische Präparat Anfokali anbietet. Die Neigung der Industrie zur Augendiagnose und zu anderen diagnostischen und therapeutischen Alternativen – so war dem Umfeld zu entnehmen – ist in schwierigen Zeiten mehr wert als Gold. So bleibt zu hoffen, dass diese einzigartige Methode weiterhin die erforderliche Unterstützung findet, um den Krankheiten auf den Grund zu gehen.

Christian Zittlau und Dr. Edith GöttscheSiegfried Haußmann
Christian Zittlau und Dr. Edith Göttsche

 

Fortbildungen dieser Art sind ein wichtiger Schritt dahin, wobei die Referentin daran erinnerte, dass homöopathische Komplexmittel aus der Synergon-Reihe durchaus kompatibel sind zu der individuell sich gestaltenden Augendiagnose. Die rund 160 Präparate wären vergleichsweise einzusetzen wie die 160 Register der großen Rieger-Orgel im Wiener Stephansdom: Die Partitur und das kantorale Personal, respektive die Genetik bzw. Epigenetik und ihre Betrachter, ziehen an den „Registern“ und entfalten das „Tongebäude“.

Außerdem verweist die Referentin darauf, dass sich die Iris im Verlauf von 20 bis 30 Jahren morphologisch verändert, und zählt dazu auch Einflüsse wie den klinisch verordneten Arzneimittelkonsum, den die Referentin in ihrem Fachbuch aus dem ML-Verlag genauer unter die Lupe nimmt. Den Wandel bezeugen Vergleichsfotos und Phänomene wie Aktivierungszeichen im Entzündungsgeschehen. Zwar gibt es auch konstitutionelle Klassifizierungen, aber doch in einem geringeren Umfang als üblich, auf die im Arzneimittel-Kompendium, das sich als therapeutisches Handbuch mit weiterführenden diagnostischen Hinweisen versteht, eingegangen wird.

Vom Ansatz her, wird hier die traditionelle Augendiagnose zu einer weit reichenden modernen Funktionsdiagnostik mit konstruktiver Nähe zur Homöopathie, wobei besonderes Augenmerk in diesem Seminar auf das Vegetative, das Immunsystem, die Durchblutung und den Zustand des Bindegewebes gerichtet ist. Schließlich geht die Referentin auf einzelne Praxisfälle ein, wo Alterungsprozesse ihrer Klientel durch frühere Aufnahmen vom Augenvordergrund dokumentiert sind. So bietet sich für bestimmte Berufsgruppen eine gute Möglichkeit, sich dieser selten gewordenen Diagnostikform zu nähern, um Hilfestellungen für eine erfolgreiche Therapie zu bekommen.

[S.H.]