Menschen mit chronisch venöser Insuffizienz (CVI) leiden oft unter weiteren kardiovaskulären Erkrankungen. Unabhängig von diesen Erkrankungen ist die CVI offenbar mit einem deutlich erhöhten Sterberisiko verbunden.

[jg] Chronisch venöse Insuffizienz ist in Deutschland weit verbreitet, viele der 40- bis 80-Jährigen zeigen mehr oder weniger starke Anzeichen der Venenschwäche. Diese ist oft mit weiteren kardiovaskulären Risikofaktoren und Erkrankungen verknüpft. Je weiter die CVI fortgeschritten ist, desto höher ist in der Regel die Prävalenz kardiovaskulärer Erkrankungen. Am häufigsten tritt eine fortgeschrittene CVI zusammen mit der peripheren arteriellen Verschlusskrankheit (PAVK) und venösen Thromboembolien auf.

50 Prozent höheres Sterberisiko

Unabhängig von diesen Begleiterkrankungen und anderen kardiovaskulären Risikofaktoren erhöht eine CVI das Sterberisiko. Das hat eine aktuelle Studie gezeigt, in der Probanden mit CVI in einem Beobachtungszeitraum von sechs Jahren ein um 50 Prozent höheres Sterberisiko hatten als Probanden ohne CVI.

CVI unabhängiger Prädiktor für die Mortalität

Diese um 50 Prozent erhöhte Mortalität blieb auch bestehen, wenn nur Teilnehmer ohne kardiovaskuläre Vorerkrankungen in die Auswertung einbezogen wurden. Auch in einer zweiten, unabhängigen Patientenkohorte bestätigte sich der Zusammenhang von CVI und Gesamtmortalität: Hier hatten CVI-Patienten in einem Beobachtungszeitraum von drei Jahren ebenfalls ein um 50 Prozent erhöhtes Sterberisiko. Damit kann die CVI als unabhängiger Prädiktor für die Mortalität gesehen werden.

Quellen: ÄrzteZeitung, Originalstudie von Prochaska JH, et al. (European Heart Journal 2021)

 

Das könnte Sie ebenfalls interessieren:

Heilsame Wirkung der Patientenedukation
Vitamin D beeinflusst Insulinresistenz wohl nicht
Steigern Walnüsse die Lebenserwartung?