Prädiabetes ist gekennzeichnet durch einen gestörten Glukosestoffwechsel und fortschreitende Insulinresistenz. Eine aktuelle Studie zeigt nun, dass der Glukosestoffwechsel durch eine hohe Magnesiumaufnahme positiv beeinflusst werden kann. Das hilft auch, Diabetes vorzubeugen.

Störungen des Glukosestoffwechsels können, wenn sie nicht behandelt werden, langfristig zu einem Diabetes mellitus Typ 2 führen. Risikofaktoren für einen gestörten Glukosestoffwechsel sind Übergewicht und zu wenig Bewegung. Aber auch eine zu geringe Magnesiumzufuhr kann den Glukosestoffwechsel negativ beeinflussen. Eine aktuelle Studie aus Korea zeigt außerdem, dass eine über die Empfehlungen hinausgehende Aufnahme an Magnesium nicht nur den Glukosestoffwechsel positiv beeinflusst, sondern auch die Cholesterinwerte verbessert. Insofern empfiehlt es sich, stets bestens mit Magnesium versorgt zu sein. Für die kalorienfreie zusätzliche Zufuhr von Magnesium eignen sich insbesondere magnesiumreiche Heilwässer (ab etwa 100 mg Magnesium pro Liter) als natürliche Magnesiumquelle mit hoher Bioverfügbarkeit.

Zu geringe Magnesiumzufuhr stört den Glukosestoffwechsel

Diabetes mellitus Typ 2 ist eine der häufigsten Stoffwechselerkrankungen. Sie geht mit einer Insulinresistenz einher und erhöht langfristig das Risiko für Herzinfarkt, Schlaganfall, Nierenversagen und Augenerkrankungen. Bei einer Insulinresistenz ist die Wirkung des Insulins an den Zellen vermindert oder sogar aufgehoben. Dadurch gelangt die lebensnotwendige Glukose nicht mehr an ihre Zielorte. Bevor der Diabetes voll ausgeprägt ist, durchlaufen die Betroffenen ein Vorstadium, auch Prädiabetes genannt. Der Prädiabetes ist gekennzeichnet durch erhöhte Nüchternglukosewerte und eine weniger effektive Aufnahme von Glukose in die Zellen, die als gestörte Glukosetoleranz bezeichnet wird. Wird der Prädiabetes nicht behandelt, entwickeln ca. 37 % der Betroffenen nach vier Jahren und 50 % nach zehn Jahren einen Diabetes mellitus Typ 2.

Erhöhte Nüchternglukose und Insulinresistenz bei zu wenig Magnesium

Übergewicht und geringe körperliche Aktivität erhöhen das Risiko für Prädiabetes und damit auch für Diabetes mellitus Typ 2. Mittlerweile zeigt sich, dass auch Magnesium einen Einfluss auf den Glukosestoffwechsel haben kann. So ergaben Querschnittsstudien mit Diabetikern einen Zusammenhang zwischen einer zu geringen Magnesiumzufuhr und erhöhten Nüchternglukosewerten sowie der Insulinresistenz. In einer Interventionsstudie konnte gezeigt werden, dass eine zusätzliche Zufuhr von 250 mg Magnesium pro Tag über Supplemente bei Menschen mit Typ 2 Diabetes die Nüchternglukosewerte senkt und die Insulinresistenz verbessert. Ob dieser Effekt auch allein über die Lebensmittelauswahl bewirkt werden kann, wurde bisher noch nicht untersucht. Eine Forschergruppe aus Korea ist nun erstmals dieser Frage nachgegangen.

Kann magnesiumreiche Ernährung das Diabetes-Risiko senken?

Zur Klärung der Frage, ob eine zusätzliche Zufuhr von Magnesium über die Ernährung den Glukosestoffwechsel bei Prädiabetes verbessern kann, hat eine Forschergruppe aus Korea eine Interventionsstudie mit einem magnesiumreichen Tiefseewasser, das aus mind. 200 Meter Meerestiefe gewonnen wurde, durchgeführt. Dieses enthielt 813 mg Magnesium, 275 mg Calcium, 41 mg Natrium und 20 mg Kalium pro Liter.

In der randomisierten, doppelblinden Crossover-Studie haben 40 prädiabetische Probanden (Nüchternglukose: 100–125 mg/dl, Alter: 19–70 Jahre) über acht Wochen täglich entweder 440 ml des magnesiumreichen Wassers oder die gleiche Menge von einem mineralstoffarmen Wasser (Placebo) getrunken. Die Studienteilnehmer nahmen über das magnesiumreiche Wasser zusätzlich 358 mg Magnesium pro Tag auf. Jeweils vor und nach der Studienphase wurden Nüchternglukose, Nüchterninsulin, HOMA-Index, HbA1c und Parameter des Fettstoffwechsels (Triglyceride, Gesamt-, LDL- und HDL-Cholesterin) analysiert. Der HOMA-Index steht für das Ausmaß der Insulinresistenz, der HbA1c gibt die durchschnittlichen Glukosespiegel der letzten drei Monate an.

Mehr Magnesium verbessert Insulinresistenz und Cholesterinwerte

Die Auswertung der Daten ergab nach acht Wochen signifikant niedrigere Nüchterninsulin- und HOMA-Werte bei der Magnesiumwassergruppe im Vergleich zur Placebogruppe (Nüchterninsulin: -1,07 ± 3,97 μU/ml vs. +0,67 ± 2,76 μU/ml; p=0,042; HOMA-IR: -0,27 ± 1,01 Einheiten vs. +0,17 ± 0,70 Einheiten; p=0,049). Beides spricht für eine Verbesserung der Insulinresistenz. Die Nüchternglukose- und HbA1c-Werte unterschieden sich nicht zwischen den Gruppen.

Auch bei den Blutfettwerten konnte eine positive Wirkung des magnesiumreichen Wassers gezeigt werden. So waren Gesamt- und LDLCholesterin nach achtwöchiger Magnesiumwasserzufuhr im Vergleich zum Placebowasser signifikant erniedrigt (Gesamtcholesterin: -5,68 ± 28,70 mg/dl vs. +10,41 ± 23,02 mg/dl; p=0,006; LDL-Cholesterin: -7,22 ± 28,44 mg/dl vs. +11,00 ± 23,68 mg/dl; p=0,003). Bei den Triglyceriden und HDL-Cholesterin gab es keine signifikanten Unterschiede zwischen den Gruppen.

Die Ergebnisse der Studie legen nahe, dass die Zufuhr von magnesiumreichem Wasser bei Prädiabetes sowohl die Insulinresistenz als auch die Cholesterinwerte verbessern kann. Somit stellt die Zufuhr von 358 mg Magnesium pro Tag eine Möglichkeit dar, die sonstigen Maßnahmen zur Therapie des Prädiabetes maßgeblich zu unterstützen.

Natürliches Heilwasser als kalorienfreie Magnesium-Quelle

Magnesium dient als Kofaktor von ca. 300 essentiellen Enzymsystemen, die eine Vielzahl von biochemischen Reaktionen im Körper regulieren. Damit ist es unmittelbar an der Regulation von Glukosestoffwechsel, Herzrhythmus und Muskelkontraktion beteiligt. Zudem trägt es zur Funktionsfähigkeit der Blutgefäße bei. Wie die Daten der hier dargestellten Studie zeigen, kann eine über die Empfehlung hinausgehende Zufuhr von Magnesium bei Prädiabetes sowohl die Insulinresistenz als auch die Cholesterinwerte verbessern. So kann langfristig das Risiko für einen Diabetes mellitus Typ 2 reduziert und zusätzlich Herz-Kreislauf-Erkrankungen vorgebeugt werden.

Der Tagesbedarf von Magnesium liegt bei 350 mg für Männer und 300 mg für Frauen. Um ihn zu decken, empfehlen sich Vollkornprodukte, Keime, Kleie und Nüsse. Ideale Quellen zur kalorienfreien Versorgung mit Magnesium sind zudem Heilwässer ab etwa 100 mg Magnesium pro Liter. Damit kann die für die Vorbeugung von Diabetes mellitus Typ 2 benötigte zusätzliche Zufuhr von mind. 250 mg Magnesium pro Tag erreicht werden, welche zusätzlich einen positiven Einfluss auf die Cholesterinwerte hat.

Übersicht magnesiumreicher Heilwässer

Mehr Informationen über Magnesium in Heilwässern und Mineralstoff-Studien erhalten Sie auf der Website www.heilwasser.com. Dort finden Sie zudem eine Übersicht aller im Handel erhältlichen Heilwässer, darunter auch solche mit viel Magnesium.

Originalstudie: Ham and Shon, Natural Magnesium-Enriched Deep-Sea Water Improves Insulin Resistance and the Lipid Profile of Prediabetic Adults: A Randomized, Double-Blinded Crossover Trial. Nutrients. 2020 Feb 18;12(2):515. doi: 10.3390/nu12020515

Quelle: Pressemitteilung Informationsbüro Heilwasser

 

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