Im Vergleich zu Placebo hatte die Einnahme von Zink in einer Studie positiven Einfluss auf die Häufigkeit von Migräneanfällen sowie auf die Stärke der Kopfschmerzen.

[jg] Zink ist ein wichtiger Co-Faktor verschiedenster Enzyme und fungiert als Überträger neuronaler Signale. Ein Mangel an Zink kann daher neben Gedächtnisproblemen und Lernschwierigkeiten auch Kopfschmerzen und Migräne begünstigen. In einer rund achtwöchigen Studie mit 80 Migränepatienten wurde daher untersucht, ob eine Supplementation des Spurenelements die Häufigkeit und Schmerzintensität von Migräneanfällen beeinflussen kann.

Die Studienteilnehmer wurden randomisiert in zwei Gruppen eingeteilt, die zusätzlich zur Standardbehandlung entweder täglich 220 mg Zinksulfat oder ein Placebo erhielten. Zu Beginn und Ende der Studie wurden die Stärke der Migräneschmerzen sowie die Frequenz, Dauer und mittlere Dauer eines Migräneanfalls ermittelt. Zusätzlich wurde nach zwölfstündigem Fasten jeweils die Zinkkonzentration im Blut ermittelt. Um eine erhöhte Zinkaufnahme über die Nahrung in den Ergebnissen berücksichtigen zu können, wurden die Probanden zudem zu ihrer Ernährung befragt.

Weniger Schmerzen, geringere Anfallshäufigkeit

In der Verumgruppe wurde zu Studienende eine erhöhte Zinkkonzentration im Blut nachgewiesen. Im Vergleich zum Studienbeginn konnte ein positiver Effekt der Zinksupplementation sowohl hinsichtlich der Stärke der Migräneschmerzen als auch der Frequenz, Dauer und mittleren Dauer eines Migräneanfalls festgestellt werden. Für die Kontrollgruppe galt dies nicht.

Da auch die Aufnahme von zu viel Zink schädlich sein kann, sind umfassendere Studien über längere Zeiträume nötig, um die positiven Effekte einer Zink-Supplementation bei Migränepatienten zu bestätigen.

Quelle: DeutschesGesundheitsPortal

 

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