Osteopathie und Prosturol® Zäpfchen

Mehr als drei Millionen Männer in Deutschland leiden bereits im relativ jungen Alter von 20 bis 60 Jahren an einer abakteriellen chronischen Prostatitis (CPPS), die heute mehr denn je eine große Herausforderung für Therapeuten und Patienten ist. Die Pathogenese ist unklar, eindeutige Therapieoptionen fehlen. Stress und Anspannung verstärken die Beschwerden. Schmerzen beim Urinieren, beim Sex sowie diffus im gesamten urogenitalen Bereich belasten die Betroffenen ebenso wie das Gefühl, die Blase nicht ganz entleert zu haben und der Drang, den Urin sofort entleeren zu müssen. Auffällig ist auch das häufige nächtliche Müssen für diese Altersgruppe.

Osteopathie normalisiert Gewebetonus

In Studien konnte nun gezeigt werden, dass Anspannungen der Beckenbodenmuskulatur und des Bindegewebes im Beckenbereich sowie funktionelle Beschwerden beim CPPS, die unter anderem auf die eingeschränkte Beweglichkeit des prostataumgebenden Gewebes zurückzuführen sind, sehr gut auf eine osteopathische Behandlung ansprechen.1 Der Gewebetonus konnte mittels osteopathischer Techniken wie Mobilisierung, Manipulation, Separation und Dehnung deutlich normalisiert werden.

In der Interventionsgruppe sank bereits nach fünf osteopathischen Behandlungen das Schmerzempfinden sowie das klinische Spektrum der Beschwerden signifikant ab im Vergleich zur Placebogruppe, die ebenfalls taktil berührt und physiotherapeutisch angeleitet wurde. Die nachhaltige Linderung der Symptomatik durch die Osteopathie konnte in Follow-up-Untersuchungen nach sechs Wochen, 1,5 Jahren und 5 Jahren ohne Behandlungen bestätigt werden.2,3

Lokale Entspannung mit Hyaluronsäure nimmt den Druck

Unterstützend zur Osteopathie ist die Anwendung von PROSTUROL® Zäpfchen mit einem Phytokomplex aus Hyaluronsäure und speziellen pflanzlichen Inhaltsstoffen wie Kürbissamen (Cucurbita pepo), Weihrauch (Boswellia serrata) und Sand-Strohblume (Helichrysum angustifolium) eine gute Empfehlung. Als Zäpfchen wirken die Inhaltsstoffe schmerzlindernd und entspannend direkt am Ort des Geschehens.

Aktuelle Studien bestätigen, dass diese einzigartige Kombination als Monotherapeutikum signifikant Schmerz und Symptomatik der unteren Harnwege bei CPPS lindert4 und auch in der adjuvanten Therapie eine Antibiose effektiv unterstützt.5 Die Wirkung der Hyaluronsäure ist bei regenerativen Prozessen im Gewebe und in der Wundheilung gut untersucht.6 Sie erhöht die Gewebeelastizität, wodurch das Einwandern von bestimmten Zellen, wie z.B. Makrophagen und Fibroblasten, erleichtert wird. Die erhöhte Elastizität lindert zudem Spannungs- und Schmerzempfindlichkeit im Beckenbereich. Die lokale Therapie wird als Kur über dreißig Tage empfohlen.

Kostenlose Patientenflyer

Patientenflyer, die über die weitgehend unbekannte Männerkrankheit „abakterielle chronische Prostatitis“ aufklären, können kostenlos per E-Mail an info@apogepha.de angefordert werden. Weitere Informationen über die Prostata erhalten Sie über www.prosturol.de.

 

1 Marx S et al.: Einfluss osteopathischer Behandlungsverfahren auf die Symptome bei Patienten mit chronischer abakterieller Prostatitis/chronischem Beckenschmerzsyndrom (CAP/CPPS): Eine prospektiv randomisiert Placebo-kontrollierte Studie. Abstract V 10.4. Urologe 2009; 48 (Suppl. 1) 114.
2 Marx S et al.: Long-term effects of osteopathic treatment of chronicprostatitis with chronic pelvic pain syndrome. A5-year follow up of a randomized controlled trialand considerations on the pathophysiologicalcontext. Urologe 2013; 52(3):384–390. doi:10.1007/s00120-012-3075-3.
3 Marx S et al.: Das chronische Beckenschmerzsyndrom. Hilfe durch Osteopathie. Urologe 2017; 56:1008–1016. DOI 10.1007/s00120-017-0388-2O online publiziert:11. April 2017.
4 Di Vico T et al.: Pumpkin seeds, Centella asiatica, Boswellia, Helichrysum, acetate vitamin E, Melaleuca alternifolia and hyaluronic acid phytocomplex monotherapy effects in patients with chronic pelvic pain syndrome. Minerva Urol Nefrol 2019;71. DOl: 10.23736/S0393-2249.19.03450-7.
5 Galeone G. et al.: Die Rolle von Proxelan® in der Behandlung der chronischen Prostatitis. Ergebnisse einer randomisierten Studie. Minerva Urol Nefrol 2012; 64: 135-141.
6 King SR. et al.: Beneficial actions of exogenous hyaluronic acid on wound healing. Surgery 1991; 109:76-84.