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17. Juni 2021

Vitamin D beeinflusst Entzündungswerte bei Migräne

Lesezeit: ca. 2 Minuten

Bei episodischer Migräne hat Vitamin D3 einen positiven Einfluss auf die Entzündungswerte der Migränepatienten. Migräne-Charakteristika konnten in einer zwölfwöchigen Studie durch die Nahrungsergänzung hingegen nicht beeinflusst werden.

[jg] Migräne betrifft rund elf Prozent der Erwachsenen und tritt deutlich häufiger bei Frauen als bei Männern auf. Ihre Pathogenese ist bisher ungeklärt, unter anderem wird aber der Einfluss von Vitamin D auf die dabei ablaufenden Entzündungsprozesse diskutiert. Eine placebokontrollierte klinische Vergleichsstudie hat daher die Wirkung von Vitamin D3 auf das Immunsystem bei Migräne-Patienten untersucht.

An der Studie nahmen 80 Patienten mit episodischer Migräne teil, die seit mindestens sechs Monaten vor Studienbeginn bestand und von einem Spezialisten bestätigt wurde. 80 % der Probanden waren weiblich. Durchschnittlichen waren die Teilnehmer 37,5 Jahre alt und litten im Schnitt seit 11,5 Jahren an episodischer Migräne. Vor Studienbeginn wurden über einen Monat hinweg die Basiswerte der Patienten aufgenommen und sie dokumentierten in einem Migräne-Tagebuch das Auftreten von Kopfschmerzen. Zu Studienbeginn und -ende wurden die Blutwerte der Probanden untersucht, wobei vor allem die Biomarker TGF-β und IL-17 von Interesse waren. TGF-β gilt als Marker mit positivem Effekt auf Migräne, IL-17 hat hingegen einen negativen Effekt.

Erhöhung von TGF-β, Rückgang von IL-17

Die Probanden wurden randomisiert in zwei Gruppen aufgeteilt, die zwölf Wochen lang entweder täglich Placebo oder Vitamin D3 (2 000 IU = ca. 0,05 mg) erhielten. Nach Studienende konnte in der Vitamin-D-Gruppe eine Erhöhung des „guten“ Biomarkers TGF-β von durchschnittlich 1.308,75 auf 1.665,5 ng/L beobachtet werden sowie ein leichter Rückgang des IL-17-Werts von 44,21 auf 37,84 ng/L. In der Placebo-Gruppe ging der TGF-β-Wert hingegen leicht zurück (um 54 ng/L), während der der IL-17-Wert leicht anstieg (um 4 ng/L).

Signifikante Korrelation von Vitamin-D- und TGF-β-Wert

Zwischen den Vitamin-D-Werten im Blut und dem TGF-β-Wert konnten die Forscher eine signifikante Korrelation feststellen; für Vitamin-D-Werte und IL-17-Wert konnte hingegen keine eindeutige Korrelation gefunden werden. Auch hinsichtlich der Migräne-Charakteristika konnten nach zwölf Wochen keine signifikanten Zusammenhänge nachgewiesen werden. Weitere Studien mit länger angelegten Studienzeiträumen sind nötig, um die Wirkung von Vitamin D bei Migräne weitergehend zu untersuchen.

Quelle: DeutschesGesundheitsPortal.de

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