Impfnebenwirkungen der COVID-19-Impfung betreffen jüngere Menschen häufiger als ältere. Das zeigen die Daten einer großangelegten Studie des Fitness-Trackers und Gesundheitsmonitors WHOOP.

Benutzer des Fitness-Trackers und Gesundheitsmonitors können in ihrem Benutzerkonto unter anderem auch angeben, ob und mit welchem Impfstoff sie gegen COVID-19 geimpft wurden. Rund 51.000 Nutzer haben diese Angabe gemacht, wodurch der Tracker-Hersteller eine großangelegte Studie zu Impfnebenwirkungen der verschiedenen Präparate erstellen konnte. Die Studie ist noch nicht veröffentlicht und wird aktuell zur Qualitätssicherung von unabhängigen Gutachtern im Peer-Review-Verfahren beurteilt. Der Tracker-Hersteller hat jedoch schon einige Ergebnisse vorveröffentlicht.

Dazu gehört beispielsweise die Erkenntnis, dass jüngere Menschen häufiger von Impfnebenwirkungen betroffen sind, da ihr Immunsystem aktiver ist und daher schneller und stärker auf den Impfstoff reagiert. Zudem hat sich gezeigt, dass bei der Pfizer- sowie Moderna-Impfung der Erschöpfungsgrad nach der zweiten Impfdosis höher ist als nach der ersten Dosis. Insgesamt scheint laut dieser Studie der Pfizer-Impfstoff physiologisch am besten verträglich zu sein.

Schlaf weniger erholsam, HRV reduziert

Die Tracker maßen nach einer Impfung einen vorübergehend erhöhten Ruhepuls sowie eine reduzierte Herzfrequenzvariabilität (HRV). Der Ruhepuls war bei knapp 36 % der Probanden erhöht, eine niedrigere HRV wurde im Schnitt bei rund 59 % gemessen. Am häufigsten litt der Erholungswert nach einer Impfung: Der Schlaf war nach der Impfung für durchschnittlich 66 % der Probanden weniger erholsam.

Diese Nachwirkungen waren jedoch meist nur von kurzer Dauer, in der Regel wurde nach nur 24 Stunden bereits wieder der Ausgangswert von Ruhepuls, HRV und Erholungswert erreicht. [jg]

Quelle: Pressemitteilung WHOOP Inc.

 

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