Die MigräneLiga stellt ihr Online-Symposium ins Netz – am 1. Juni, dem „Aktionstag gegen den Schmerz“, werden alle Expertenvideos kostenlos zugänglich sein, auch für Nichtmitglieder.

Etwa jeder zehnte Deutsche hat Migräne – eine neurologische Erkrankung, die heute als Schwerbehinderung anerkannt ist. Dennoch wird sie oft unterschätzt. Betroffene leiden darunter, dass ihre Beschwerden von Angehörigen und Arbeitskollegen als harmlose Kopfschmerzen abgetan werden. Auch erhalten sie oft nicht die nötige Hilfe, weder vom Arzt noch vom Arbeitgeber.

Ein wichtiges Anliegen der MigräneLiga ist es deswegen, Betroffene über die Krankheit, aktuelle Therapiemöglichkeiten und gesetzlich-soziale Unterstützung zu informieren. Dazu bot sie bisher regelmäßig Symposien mit Experten-Vorträgen in verschiedenen Städten an.

Erstes Online-Symposium

Diese Veranstaltungsform ist jetzt ins Internet umgezogen: Am 30. Oktober 2020 fand das erste Online-Symposium statt. Sechs Experten hielten auf www.migraene-symposium.de Vorträge zu Themen wie der neuen Migräne-Spritze oder psychologischen Verfahren, etwa Stressmanagement. Die Neuerung trifft auch bei Kopfschmerz-Experten auf große Zustimmung: „Ich bin begeistert, dass die MigräneLiga diese wichtigen Informationen nicht mehr nur regional anbietet, sondern einem breiten Publikum zur Verfügung stellt!“, betont PD Dr. Charly Gaul, Ärztlicher Direktor der Migräne- und Kopfschmerzklinik Königstein im Taunus. „Wer Experte für seine eigene Krankheit wird, kann selbst viel dazu beitragen, dass die Migräne-Attacken seltener werden“, ermutigt er Betroffene. Mitglieder der MigräneLiga können die Vorträge jederzeit in Ruhe zu Hause ansehen.

Expertenvideos vom 1. bis 6. Juni frei zugänglich

Anlässlich des Aktionstages gegen den Schmerz am 1. Juni 2021 macht die MigräneLiga die Expertenvideos auf www.migraeneliga.de zusätzlich vom 1. bis 6. Juni 2021 auch für Nichtmitglieder kostenlos zugänglich. Außerdem finden Interessierte viele weitere Informationen auf dieser Website, etwa Artikel aus dem migräne magazin. Mitglieder erhalten die Zeitschrift viermal im Jahr kostenlos zugeschickt.

Neu: Sich am Monitor mit Gleichgesinnten austauschen

Unterstützung bieten außerdem die Selbsthilfegruppen der MigräneLiga. Dort können Migräne-Patienten sich nicht nur mit Gleichgesinnten austauschen, die wissen, wie sich die Attacken anfühlen. Sondern sie erhalten in den Gruppen auch konkrete Tipps, wie sich ihre Therapie und ihre Lebensqualität verbessern lässt. Die MigräneLiga organisiert dazu für ihre Selbsthilfegruppenleiterinnen und -leiter regelmäßig Weiterbildungen mit renommierten Experten.

Da Gruppentreffen aufgrund der Corona-Pandemie monatelang unmöglich waren, hat die Patienten-Organisation mehrere Online-Selbsthilfegruppen ins Leben gerufen, bei denen sich bereits viele Migräne-Betroffene angemeldet haben. Der große Vorteil: Man kann bequem von zu Hause aus teilnehmen, ein Smartphone oder ein Tablet genügen. Einige dieser Selbsthilfegruppen sprechen Menschen in der Region an, etwa aus Süddeutschland oder aus dem Rhein-Main-Gebiet, andere richten sich speziell an junge Menschen. Geplant ist auch eine Online-Gruppe für Eltern von Kindern mit Migräne. Informationen erhalten Interessierte unter online-shg@migraeneliga.de. Die Treffen finden alle vier bis sechs Wochen per Zoom oder Microsoft Teams statt.

Quelle: MigräneLiga e.V. Deutschland

 

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