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18. Mai 2021

Ernährungsweisen und ihr Einfluss auf die Herzgesundheit

Lesezeit: ca. 2 Minuten
Patrick Bonnor / shutterstock.com

Hinsichtlich des kardiovaskulären Risikos schneiden einige Ernährungsweisen besser ab als andere. Vor allem Pescetarier sind mit ihren Essensgewohnheiten im Vorteil.

Vor allem zu viel rotes und verarbeitetes Fleisch wird mit einem erhöhten Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen assoziiert. Aber muss man deswegen völlig auf Fleisch oder gar tierische Produkte generell verzichten? Oder genügt der Verzicht auf rotes Fleisch? Das hat eine schottische Studie anhand der Daten zu Erkrankungen und Ernährungsgewohnheiten von rund 423 000 Teilnehmern einer großen britischen Biobank untersucht.

Vier Gruppen von Vegetariern bis zu Omnivoren

Entsprechend ihrer Ernährung wurden die Probanden in vier Gruppen eingeteilt: Vegetarier, Pescetarier, Geflügelesser und uneingeschränkte Fleischesser bzw. Omnivoren. Die Pescetarier verzichteten zwar auf Fleisch, aber nicht auf Fisch und andere tierische Produkte. Die Gruppe der Geflügelesser beschränkte sich bei Fleischprodukten ausschließlich auf Geflügel, aß sonst aber alle tierischen Produkte und Fisch. Die Forscher berechneten die Assoziationen zwischen den einzelnen Ernährungsweisen und dem jeweiligen Inzidenz- und Mortalitätsrisiko über neun Jahre für kardiovaskuläre Erkrankungen, ischämische Herzerkrankungen, Myokardinfarkte, Schlaganfälle und Herzinsuffizienzen.

Pescetarische Ernährung punktet

Dabei zeigte sich, dass Pescetarier bezüglich des Herzschutzes am meisten von ihrer Ernährungsweise profitieren. Verglichen mit den Geflügel- und omnivoren Fleischessern war das Risiko für kardiovaskuläre Ereignisse bei Pescetariern um sieben Prozent geringer. Ihr Risiko für ischämische Herzerkrankungen und Schlaganfälle war jeweils um 21 Prozent geringer, das für Herzinsuffizienzen 22 Prozent und das für Herzinfarkte sogar 30 Prozent. Am stärksten ausgeprägt waren diese vorteilhaften Assoziationen bei Männern und nicht adipösen Personen.

Vegetarier hatten gegenüber den beiden Fleischesser-Gruppen ein um neun Prozent niedrigeres Risiko für kardiovaskuläre Erkrankungen. Die Geflügelesser hatten hingegen keine kardiovaskulären Vorteile gegenüber den omnivoren Probanden, das Erkrankungsrisiko war in beiden Gruppen ungefähr gleich.

Hinsichtlich Ernährungsweise und kardiovaskulärer Mortalität konnten keine Assoziationen festgestellt werden. [jg]

Quelle: Springer Medizin

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