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07. Mai 2021

Fischverzehr schützt vor erneuten kardiovaskulären Ereignissen

Lesezeit: ca. 2 Minuten
Sushiman / shutterstock.com

Bei Patienten mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen sollte regelmäßig Fisch auf dem Speiseplan stehen, um weiteren kardiovaskulären Ereignissen vorzubeugen. Bereits zwei Fischmahlzeiten pro Woche können bei ihnen das Risiko für weitere Herz-Kreislauf-Ereignisse senken.

Eine US-amerikanische Analyse hat die Ergebnisse vier großer Kohortenstudien zusammengefasst, bei denen die Teilnehmer unter anderem zu ihren Ernährungsgewohnheiten befragt wurden: PURE, ONTARGET, TRANSCEND und ORIGIN. An den drei letztgenannten Studien hatten nur Patienten mit Herz-Kreislauf-Vorerkrankungen teilgenommen. Bei der Analyse zeigte sich, dass bei allen vier Studien Teilnehmer mit bestehenden Herz-Kreislauf-Vorerkrankungen ein vermindertes Risiko auf weitere Herz-Kreislauf-Erkrankungen hatten, wenn sie häufiger Fisch verzehrten als der Durchschnitt.

Protektiver Effekt bei 175 bis 300 Gramm Fisch pro Woche

Eine protektive Wirkung konnte bereits ab einem Fischverzehr von 175 bis 350 Gramm pro Woche festgestellt werden, was ungefähr zwei Fischmahlzeiten entspricht. Durch Verzehr dieser Menge wurde das Risiko auf ein weiteres Herz-Kreislauf-Ereignis um 14 Prozent gesenkt werden (Hazard Ratio 0,86). Ein noch höherer Fischkonsum pro Woche konnte laut der Analyse jedoch keine signifikant stärkere Wirkung entfalten (Hazard Ratio 0,88).

Omega-3-Fettsäuren und Triglyzeride als Erklärungsansatz

Den protektiven Effekt führen die Forscher vor allem auf die im Fisch enthaltenen Omega-3-Fettsäuren zurück, denen neben einem Schützenden Effekt auf Herz und Gefäße auch günstige Wirkungen auf Immunsystem, Blutgerinnung und Blutdruck zugeschrieben werden. Die Daten der in die Analyse einbezogenen PURE-Studie haben außerdem gezeigt, dass ein hoher Fischverzehr mit einem Rückgang der Triglyzeride im Blutplasma der Studienteilnehmer verbunden war. Triglyzeride sind in den vergangenen Jahren zunehmend als Risikofaktor für Herz-Kreislauf-Erkrankungen in den Fokus gerückt. [jg]

Quelle: Ärzteblatt

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