Patienten mit chronisch obstruktiver Lungenerkrankung (COPD) haben ein deutlich höheres Risiko, an chronischen Darmentzündungen wie Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa zu erkranken als Personen ohne COPD. Dabei gilt: Je schwerer die COPD-Erkrankung, desto höher das Risiko.

Es wird schon länger vermutet, dass ein Zusammenhang zwischen Atemwegserkrankungen und chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen besteht. Südkoreanische Wissenschaftler konnten nun nachweisen, dass Patienten mit chronisch obstruktiver Lungenerkrankung tatsächlich häufiger an chronischen Darmentzündungen leiden. Für die großangelegte Studie wurden aus der nationalen Krankenversicherungsdatenbank die Daten von über einer Million COPD-Patienten und mehr als sechseinhalb Millionen Vergleichspersonen ohne COPD analysiert. Die COPD-Patienten wurden in zwei Gruppen eingeteilt: Patienten mit milder und Patienten mit schwerer COPD.

Bei der Analyse der Daten zeigte sich, dass Patienten mit COPD generell ein signifikant höheres Risiko hatten, Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa zu entwickeln als Personen ohne Atemwegserkrankung. Je schwerer die COPD ausgeprägt war, desto höher war auch das Erkrankungsrisiko: Während es in der der Gruppe mit milder COPD 1,35-mal so groß war, hatten die Patienten mit schwerer COPD ein 1,7-mal höheres Erkrankungsrisiko. Bei COPD-Patienten sollte daher auch die Darmgesundheit beachtet und regelmäßig überprüft werden. [jg]

Quelle: DeutschesGesundheitsPortal

 

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