Eine typische westliche Ernährung, mit verarbeitetem Getreide und Fleischprodukten, fördert laut einer US-amerikanischen Studie die Entstehung einer Kniearthrose. Die mediterrane Diät kann hingegen vorbeugend wirken.

Im Rahmen der „Osteoarthritis Initiative“ wurden die Ernährungsgewohnheiten von 2 842 Probanden dokumentiert und mit der mit der Häufigkeit von radiologisch gesicherten Diagnosen von Gonarthrosen (Kellgren-Lawrence-Grad ≥ 2) im Verlauf von sechs Jahren in Beziehung gesetzt.

Ein westlich geprägter Ernährungsstil stand dabei mit einem höheren Risiko in Verbindung, eine Kniearthrose zu entwickeln. Insbesondere der häufige Verzehr von verarbeitetem sowie rotem Fleisch, raffiniertem Getreide und frittierten Speisen wie Pommes frites erhöhte das Risiko signifikant. Wenn Personen im höchsten mit solchen im niedrigsten Quartil verglichen wurden, erhöhte solch ein Ernährungsstil das Gonarthrose-Risiko um 70 Prozent. Bei Personen mit mediterranem Ernährungsstil, bei denen häufig Gemüse, Fisch, Vollkorngetreide, Hülsenfrüchte und Früchte auf dem Teller landeten, war das Risiko für eine Gonarthrose hingegen um 30 Prozent reduziert.

Die Assoziationen schwächten sich allerdings ab, wenn der Body-Mass-Index (BMI) in die Berechnung einbezogen wurde, da der BMI für rund 30 Prozent der gefundenen Zusammenhänge verantwortlich war. Damit würde ein westlich geprägter Ernährungsstil das Gonarthrose-Risiko um 40 Prozent erhöhen. Weitere Kohortenstudien müssen die Ergebnisse nun bestätigen. [jg]

Quelle: Springer Medizin

 

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