Unkontrolliertes Asthma ist mehr als nur ein körperliches Problem, auch die psychisch-seelische Gesundheit und das Sozialleben leiden darunter.

Eine Umfrage unter Personen mit unkontrolliertem Asthma hat ergeben, dass sich fast ein Drittel von ihnen vom sozialen Leben zurückziehen (30 %). Und fast die Hälfte der Befragten gab an, ihre Krankheit in der Vergangenheit verheimlicht zu haben, beispielsweise aus Angst davor, anders wahrgenommen zu werden. Infolge dieser Versuche, die Krankheit zu verheimlichen, erlebten 42 Prozent der Betroffenen schon einmal akut auftretende Asthma-Symptome. Besonders häufig wurde Atemnot genannt, weil sich die Betroffenen beispielsweise unwohl fühlten, ihre Medikamente in der Öffentlichkeit einzunehmen.

Die Umfrage wurde durch das MAFO-Institut InMoment im Auftrag von Sanofi Genzyme vorgenommen. Dafür wurden 306 Patienten mit unkontrolliertem Asthma dazu befragt, wie schwerwiegend der Einfluss der Erkrankung auf den Alltag ist. Die Mehrheit der Umfrageteilnehmer erhielt inhalative Kortikosteroide und mindestens eine weitere Erhaltungstherapie zur Behandlung des Asthmas.

Unkontrolliertes Asthma erschwert den Alltag

Dabei zeigte sich, dass unkontrolliertes Asthma im Alltag eine große Herausforderung für die Betroffenen darstellt: Alltagsaktivitäten wie Treppensteigen, Einkaufen und auch Durchschlafen werden durch die Erkrankung erschwert. Zur körperlichen Komponente kommt auch noch die psychisch-seelische Belastung durch die Krankheit. So will mehr als die Hälfte mit Freunden und Kollegen nicht darüber sprechen, um die Erkrankung nicht in den Fokus zu rücken (53 %) und 39 Prozent haben keine Lust, erklärende Gespräche führen zu müssen. Auch innerhalb der Familie kann die seelische Belastung groß sein, wenn die Betroffenen glauben, dass ihre Krankheit das Familienleben einschränkt.

Ein erster Schritt zurück ins Sozialleben sollte darin bestehen, dass die Patienten den Status ihres eigenen Asthmas hinterfragen. Selbsttests zur Einschätzung der Asthma-Kontrolle können erste Hinweise darauf geben, ob die Erkrankung möglicherweise nicht gut kontrolliert ist und ein Termin bei einem Asthma-Spezialisten ratsam wäre. [jg]

Quelle: Pressemeldung Sanofi Genzyme

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