Um abends zur Ruhe zu kommen und einschlafen zu können, brauchen drei Viertel aller Bundesbürger Einschlafhilfen und -routinen. Das hat eine repräsentative Studie unter über 1 000 Versicherten der Krankenkasse mhplus ergeben.

Trotz Müdigkeit finden viele Bürger nicht so einfach in den Schlaf, da sie von innerer Unruhe geplagt werden. Um Stress abzubauen, innerlich zur Ruhe zu kommen und den alltäglichen Bewegungsmangel auszugleichen, setzt daher jeder Fünfte auf Bewegung am Abend in Form von Sport oder Spaziergängen an der frischen Luft. Vor dem Schlafengehen ein paar Seiten zu lesen, hilft jedem Vierten beim Abschalten und ist eine beliebte Routine, um schneller einschlafen zu können. Jeder Zehnte setzt auf Yoga und/oder Meditation vor dem Zubettgehen, um die innere Unruhe zu bekämpfen und fast ebenso viele Befragte gaben an, zu schlaffördernden Präparaten zu greifen, beispielsweise zu Baldrian.

Bei den Jüngeren stehen hingegen digitale Einschlafhelfer hoch im Kurs: Jeder Fünfte in der Altersgruppe der 18- bis 34-Jährigen nutzt Schlaf-Apps, digitale Schlaftagebücher und/oder Smartwatches bzw. Fitnessarmbänder, die Funktionen wie Achtsamkeitsübungen als Einschlafhilfe haben und zugleich den Schlaf tracken. Durch das Tracking ist eine Analyse der Schlafphasen möglich, was von den meisten aus dieser Gruppe gleichzeitig auch für einen sanften Weckvorgang genutzt wird: Dabei wird der Weckvorgang verzögert, wenn sich die Person im Tiefschlaf befindet und erst eingeläutet, wenn eine REM-Phase registriert wird, da sich diese als beste Weckphase erwiesen hat, um erholt und ausgeschlafen in den Tag zu starten. [jg]

Quelle: ÄrzteZeitung

 

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