Zum heutigen Weltosteoporosetag macht die International Osteoporosis Foundation (IOF) auf Risikofaktoren für Osteoporose aufmerksam. Erleiden Erwachsene nach einem leichten Sturz einen Knochenbruch, kann das ein Hinweis auf eine zugrundeliegende Osteoporose sein – vor allem ab einem Alter von 50 Jahren. Nach einer solchen Fraktur ist das Risiko der Patienten, einen weiteren Knochenbruch zu erleiden, doppelt so hoch. Oft folgt eine weitere Fraktur innerhalb von zwei Jahren nach der ersten. Weltweit erleidet fast jede zweite Frau und jeder fünfte Mann über 50 einen osteoporotischen Knochenbruch. Da insbesondere Frakturen an Hüfte und Wirbelsäule schwerwiegende, meist lebensverändernde Auswirkungen haben, rät die IOF Erwachsenen über 50 eindringlich zu einem Osteoporoserisikotest. Denn die frühzeitige Erkennung und Therapie einer Osteoporose senkt das Frakturrisiko um 30 bis 70 Prozent. Ein Osteoporoserisikotest steht auf der Website www.riskcheck.osteoporosis.foundation der Organisation kostenlos in 36 Sprachen zur Verfügung. Werden Risikofaktoren festgestellt, sollte die Knochengesundheit untersucht und ggf. eine Frakturrisikobewertung (FRAX) vorgenommen werden.

Die Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie (DGOU) weist zudem darauf hin, dass der Aufbau von Knochenmasse in jedem Alter möglich und auch nötig ist, denn Prävention ist bei Osteoporose die beste Strategie. Die gezielte Osteoporose-Prävention beginnt bereits im Kindesalter und setzt sich im Erwachsenen- und Rentenalter fort. Grundsätzlich stärken kalziumreiche Ernährung, Vitamin D und sportliche Betätigung die Knochen; das Vermeiden von „Knochenräubern“ wie Nikotin, Alkohol und phosphorreichen Nahrungsmitteln trägt zum Erhalt der Knochensubstanz und -gesundheit bei. (jg)

Quellen