Cannabidiol (CBD) erfreut sich wachsender Beliebtheit – allerdings könnte damit bald Schluss sein. Anfang 2019 erfolgte durch die Europäische Union bereits die überraschende Einstufung als neuartiges Lebensmittel gemäß der Novel-Food-Verordnung, obwohl 1997 bestätigt worden war, dass Hanflebensmittel nicht neuartig sind. Dadurch hatten es Händler und Produzenten von CBD-Produkten bereits deutlich schwerer, auf dem Markt zu bestehen. Doch jetzt will die EU-Kommission sogar noch einen Schritt weitergehen und natürlich hergestellte CBD-haltige Präparate als Betäubungsmittel einstufen. Anträge für die Zulassung von CBD-Produkten als Novel Food sind daher momentan auf Eis gelegt. Wird CBD als Betäubungsmittel eingestuft, könnte es nicht mehr als Lebensmittel, Nahrungsergänzungsmittel oder ähnliches verkauft werden. Möglich wäre dann nur noch eine Zulassung von verschreibungspflichtigen Arzneimitteln mit natürlichem CBD oder der Vertrieb von Produkten mit künstlichem CBD – denn synthetisch erzeugtes CBD betrachtet die EU-Kommission (bisher) nicht als Betäubungsmittel.

Diese restriktive Haltung der EU-Kommission steht im Widerspruch zu internationalen Tendenzen zum Umgang mit CBD und Nutzhanfprodukten. Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat CBD bereits 2018 als Wirkstoff eingestuft, dem kein Missbrauchs- und Abhängigkeitspotential zugeschrieben werden kann und die Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) hat CBD mittlerweile von ihrer Liste der verbotenen Substanzen genommen.

Eine Petition auf change.org richtet sich gegen diesen Vorstoß der EU-Kommission und will das Verbot von CBD verhindern, denn CBD sei weder eine Droge noch ein neuartiges Lebensmittel. Daher ist das Ziel der Petition nicht nur, die Einstufung von CBD als Betäubungsmittel zu verhindern, sondern auch eine Streichung von der Novel-Food-Liste zu erreichen.

Hier geht es zur Petition auf Change.org