Mithilfe einer Umfrage haben die Universität Basel und die Universitären Psychiatrischen Kliniken Basel während des Corona-Lockdowns untersucht, wie sich der Schlaf in dieser Zeit verändert hat. Der Großteil der Befragten gab an, länger, aber auch etwas schlechter geschlafen zu haben. Dreiviertel der Umfrageteilnehmer schliefen während des Lockdowns täglich bis zu 50 Minuten länger, unter anderem, weil sie sich den täglichen Pendelweg zur Arbeit sparen konnten. Denn mehr als 85 Prozent der Befragten arbeiteten zu dieser Zeit im Homeoffice. Die Forscher sehen einen weiteren Grund darin, dass sich dank Homeoffice und flexiblen Arbeitszeiten das Schlaf-Wach-Muster der Befragten stärker an der inneren biologischen Uhr orientieren konnte und weniger an externe oder soziale Rhythmen gebunden war als sonst. Die Schlafdauer nahm zwar zu, die Schlafqualität wurde von den Befragten jedoch etwas schlechter bewertet als vor dem Lockdown. Die Forscher führen diese subjektive Wahrnehmung vor allem auf die Unsicherheit und die vielfältigen psychisch-emotionalen Belastungen der Krise zurück, die vermutlich für etwas unruhigere Nächte gesorgt haben. Insgesamt schliefen die Umfrageteilnehmer jedoch eher gut. In einer sechswöchigen Online-Umfrage zwischen dem 23. März und 26. April 2020 wurden 435 Menschen in der Schweiz, in Österreich und in Deutschland befragt. 75 Prozent der Teilnehmer waren Frauen. (jg)

Quelle: Bionity.com

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