Bei schweren Krankheiten vertrauen die Deutschen in erster Linie der klassischen (Schul-)Medizin (73,5 %). Rund sechs von zehn Bundesbürgern sind generell jedoch auch von der Heilkraft alternativer Therapieverfahren überzeugt und würden sich wünschen, dass diese in die Standardbehandlung integriert werden (58,5 %). Der Wunsch nach einer integrativen Medizin ist also groß, wie eine repräsentative Ipsos-Umfrage im Auftrag der „Apotheken Umschau“ ergab. Über ein Fünftel der Befragten gab an, dass ihnen nach vielen erfolglosen klassischen Behandlungen erst ein alternatives Heilverfahren wirklich helfen konnte (21,4 %). Besonders geschätzt wird an alternativen Heilmethoden, dass sie die körpereigenen Selbstheilungskräfte anregen und stärken (65,6 %). Auch die deutlich geringeren Nebenwirkungen im Vergleich zu klassischen Therapien und Präparaten werden als klarer Vorteil der alternativen Heilverfahren benannt (62,2 %). Immerhin gut 60 Prozent loben die ganzheitliche Betrachtung und Behandlung des Menschen. Fast die Hälfte der Befragten schätzt an alternativen Heilmethoden besonders, dass sich der Therapeut mehr Zeit für den Patienten nimmt. Auch halten gut 48 Prozent Heilpraktiker für empathischer als Schulmediziner. (jg)

Die repräsentative Umfrage wurde von der von Ipsos Operations GmbH im Auftrag des Gesundheitsmagazins „Apotheken Umschau“ durchgeführt. Befragt wurden 2 000 Frauen und Männer ab 14 Jahren.

Quelle: Pressemitteilung Apotheken Umschau

 

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