Durch eine Blutspende verliert der Körper von den insgesamt vorhandenen 3,5 bis 5 g Eisen ca. 250 mg. Bei gesunden Menschen kann das durch die natürliche Eisenreserve meist ausgeglichen werden. Es konnte aber in Studien gezeigt werden, dass es bei regelmäßigen Blutspendern in etwa 25 bis 30 % der Fälle zu einem Eisenmangel kommt. Zudem kann das Hämoglobin im Körper durch eine Blutspende sinken. Gute Eisenlieferanten sind neben Fleischprodukten zwar auch Hülsenfrüchte und grünes Gemüse, doch ist Eisen aus pflanzlichen Lebensmitteln für den Körper weniger gut verwertbar. Deshalb weisen Vegetarier und Veganer, die Blut spenden, ein noch höheres Risiko für die Entwicklung eines Eisenmangels auf. Aber zum Beispiel auch Leistungssportler können häufiger davon betroffen sein.

Menschen, die (regelmäßig) Blut spenden, sollten also auf eine ausreichende Eisenversorgung achten. Hierbei kann eine niedrig dosierte orale Eisensupplementation unterstützend wirken. Die Sorge vor einem Eisenmangel muss also kein Grund sein, auf Blutspenden zu verzichten. Übrigens, am 14. Juni ist Weltblutspendetag.

Literatur: Kiss JE et al., Oral iron supplementation after blood donation. A randomized clinical trial. JAMA 2015; 313: 575–83

Quelle: Salus Haus GmbH & Co. KG

 

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