Seit Oktober letzten Jahres, arbeiten das Frankfurter Innovationszentrum Biotechnologie (FiZ) und das All India Institute of Ayurveda (AIIA) im sogenannten „Ayurgenomics“-Projekt zusammen, um den Erfahrungsschatz der indischen Heilkunst mit den Methoden der modernen Präzisionsmedizin zu kombinieren. Nach den Prinzipien der evidenzbasierten Medizin sollen ayurvedische Behandlungswege auf genetischer und epigenetischer Ebene unter die biotechnologische Lupe genommen werden.

Ziel ist ein gemeinsames Profitieren: Während die traditionelle Heillehre Ayurveda eine wissenschaftliche, evidenzbasierte Basis bekommen soll, geht es in der westlichen Medizin um das Etablieren neuer alternativer und individueller Behandlungswege.
Die Forscher wollen gemeinsam folgenden Fragen auf den Grund gehen: Welche Veränderungen haben ayurvedische Behandlungen und Ernährungsweisen wie auch Yoga, Meditation und Wellness auf die Abläufe in den Zellen? Wie greifen sie in die Expression von Genen, also die Erscheinungsform der genetischen Information, ein und steigern sie so ihren Selbstschutz? Wie unterscheidet sich diese Wirksamkeit schließlich mit Blick auf Genvarianten? Zunächst konzentriert sich das „Ayurgenomics“-Projekt auf die Anwendungsgebiete Onkologie, Nephrologie und Dermatologie. (ab)

Quelle: Frankfurter Innovationszentrum Biotechnologie GmbH (FiZ)