Bei einer Krebserkrankung sind Operation, Chemo- oder Strahlentherapie zumeist unerlässlich. Laut der Deutschen Krebsgesellschaft nutzen jedoch bereits 40 bis 50 Prozent der Krebspatienten in Deutschland begleitende komplementärmedizinische Therapien. „Die Mikroimmuntherapie stärkt das Immunsystem und hilft so dem Körper, mit der Erkrankung besser zurechtzukommen“, so der Arzt Dr. med. Walter Wührer. Er ist Mitglied der MeGeMIT und behandelt seit Jahren Krebspatienten begleitend mit der Mikroimmuntherapie. Dabei versteht sich die Mikroimmuntherapie nicht als Ersatz, sondern als Unterstützung zu den Standardtherapien.

Weniger Nebenwirkungen durch begleitende Therapie

Die häufig als belastend empfundenen Nebenwirkungen der Standardtherapien, wie zum Beispiel Müdigkeit, Übelkeit und mangelnder Appetit, kann die Mikroimmuntherapie mildern.
Einen weiteren Schwerpunkt der Mikroimmuntherapiebehandlung bei Krebs sieht Wührer in der Zeit nach der Standardtherapie: „Nach Abschluss der Chemotherapie ist das Immunsystem extrem geschwächt. Hier leistet die Mikroimmuntherapie wertvolle Unterstützung beim Wiederaufbau der Immunabwehr.“

Wie wirkt die Mikroimmuntherapie?

Da die Immunantwort des Körpers auf den Tumor von entscheidender Bedeutung ist, stellt die Mikroimmuntherapie das Immunsystem in den Mittelpunkt. Sie versteht sich als ganzheitliche Regulationsmedizin: Körpereigene Botenstoffe, unter anderem Zytokine und Nucleinsäuren, modulieren die Immunantwort und bringen das System wieder in Balance. Dadurch werden die Selbstheilungskräfte gestärkt und die Krankheitsbewältigung unterstützt. Das koordinierte Zusammenspiel mit der konventionellen Onkologie nach immunologischen Erkenntnissen zeichnet eine effiziente ganzheitliche Krebstherapie aus. „Komplementärmedizin bereichert die Standard-Krebsbehandlung“, fasst Wührer zusammen.

Quelle: Medizinische Gesellschaft für Mikroimmuntherapie (MeGeMit)